banner-restless-legs-verstehenbanner-restless-legs-verstehen

Welche RLS-Formen gibt es?

Beim Restless Legs Syndrom werden zwei Hauptformen unterschieden – eine primäre (oder idiopathische) Form, die etwa 60 Prozent aller Patienten betrifft, und eine sekundäre (oder symptomatische) Form.

Primäres Restless Legs Syndrom

nervenbotenstoff-dopamin

Primäres Restless Legs Syndrom

Die Ursachen der primären RLS-Form sind bislang noch nicht vollständig erforscht. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Störungen des Gehirnstoffwechsels an der Entstehung des primären RLS beteiligt sind.

Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des RLS spielt Untersuchungen zufolge der körpereigene Botenstoff Dopamin. Das vor allem im Gehirn gebildete Dopamin ist unter anderem für die Kontrolle und Steuerung von Bewegungen zuständig. Es wird vermutet, dass es bei RLS-Patienten zu einer Störung des körpereigenen Dopamin-Systems kommt, die die RLS-typischen Beschwerden auslöst.

Dafür, dass eine Fehlregulation des Dopamin-Systems an der Entstehung des RLS beteiligt ist, sprechen die guten Behandlungsergebnisse von Medikamenten, die ähnlich wie körpereigenes Dopamin auf die Kommunikation zwischen Muskeln und Gehirn wirken. Darüber hinaus scheint die primäre Form des Restless Legs Syndroms eine erbliche Komponente zu besitzen – viele RLS-Patienten berichten, dass nicht nur sie, sondern auch andere Familienmitglieder von der Erkrankung betroffen seien. Patienten, die an einer solchen „familiären“ Form des RLS leiden, erkranken oftmals deutlich früher als andere RLS-Patienten.

Sekundäres Restless Legs Syndrom

rls-in-der-schwangerschaft

Sekundäres Restless Legs Syndrom

Bei der sekundären Form des Restless Legs Syndroms treten die krankheitstypischen Beschwerden im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung oder aufgrund eines Mangelzustands auf – die Erkrankung kann also unterschiedliche Auslöser haben.

Zu den häufigsten Auslösern gehören Nierenerkrankungen oder ein Eisenmangel. Auch durch eine Schwangerschaft oder die Einnahme bestimmter Medikamente können die RLS-Beschwerden hervorgerufen oder verstärkt werden. Dabei gilt: Ist der auslösende Faktor nicht mehr vorhanden – wird also beispielsweise der Eisenmangel behoben –, dann bessert sich zumeist auch das Restless Legs Syndrom. Für die richtige Behandlung ist es daher entscheidend, die Ursache für die Entstehung des RLS abzuklären. Wird ein sekundäres RLS durch Medikamente verursacht, so ist es jedoch sehr wichtig, diese Medikamente nicht eigenmächtig abzusetzen, sondern immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten!