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Opioide (Opiate)

Opioide (auch: Opiate) werden zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt und gehören zu den Wirkstoffen, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Sie wirken auf sogenannte Opioid-Rezeptoren im Nervensystem, wo sie die Weiterleitung von Schmerzsignalen verhindern.

Namensgebend für diese Wirkstoffgruppe ist das Opium, das aus dem Milchsaft der Schlafmohnkapseln gewonnen wird. Für die Behandlung des Restless Legs Syndroms ist ein Opioid-Kombinationspräparat zugelassen und kann als Therapie zweiter Wahl eingesetzt werden.

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Wann werden Opioide eingesetzt?

Opioide werden bei schweren oder sehr schweren RLS-Symptomen eingesetzt und stellen eine Alternative dar, wenn eine Behandlung mit dopaminergen Medikamenten entweder nicht mehr ausreichend wirksam ist oder nicht vertragen wird. Aus der Gruppe der Opioide ist allerdings lediglich die Wirkstoffkombination Oxycodon/Naloxon für die Behandlung des RLS zugelassen. Opioide können auch eine Therapieoption bei Augmentation darstellen – der wichtigsten Therapiekomplikation bei einer Behandlung mit L-Dopa oder Dopaminagonisten.

Welche Nebenwirkungen haben Opioide?

Da Opioide dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und ein besonderes Rezept vom Arzt erfordern, ist eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung durch den behandelnden Arzt erforderlich und sollte nur dann eine Behandlungsoption sein, wenn andere Medikamente nicht eingesetzt werden können.

Meist ist die Verträglichkeit von Opioiden gut. Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Oxycodon/Naloxon-Kombination gehören Müdigkeit, Übelkeit und Verstopfung. Vorsicht ist geboten bei Menschen mit Schlafapnoe-Syndrom oder Patienten mit einer Störung der Lungen-, Leber- oder Nierenfunktion. Es besteht die Möglichkeit einer Abhängigkeitsentwicklung, die zwar nur selten vorkommt und dann nahezu immer bei einer entsprechenden Veranlagung. Opioide sind daher nicht für Patienten geeignet, die eine Alkoholerkrankung oder einen anderen Substanzmissbrauch in der Vorgeschichte haben.