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RLS-Fachbegriffe von A bis Z

Begriffe A-D Bedeutung
ADHS Siehe: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
Antidepressiva Bei Antidepressiva handelt es sich um Medikamente, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Sie können die Stimmung aufhellen und Ängste lindern.
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung Umgangssprachlich: Zappelphilipp-Syndrom. Bei der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (abgekürzt: ADHS) handelt es sich um eine Erkrankung, die vor allem Kinder und Jugendliche betrifft. Typische Merkmale der ADHS sind Unruhe bzw. Hyperaktivität (übersteigerter Bewegungsdrang), Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche, Impulsivität (unüberlegtes Handeln). Aufgrund der Ähnlichkeit der Beschwerden wird das Restless Legs Syndrom bei Kindern teilweise mit ADHS verwechselt.
Augmentation Unter Augmentation versteht man beim Restless Legs Syndrom eine anhaltende Verschlechterung der Beschwerden unter einer Behandlung mit dopaminergen Medikamenten. Zunächst lindert die Behandlung erfolgreich die Krankheitszeichen – allmählich verstärken (= augmentieren) sich die Beschwerden jedoch wieder.
Bradykinese Bewegungsarmut, Bewegungsverlangsamung
Cannabidiol Bei Cannabidiol (abgekürzt: CBD) handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Cannabis-Pflanze. Cannabidiol ist nicht psychoaktiv, d. h., es bewirkt keine Veränderung der Wahrnehmung, Stimmung, des Bewusstseins oder des Verhaltens.
Cannabinoide Wirkstoffe aus der Cannabispflanze
Cannabis Auch: Hanf. Bei Cannabis handelt es sich um eine Pflanze aus der Gattung der Hanfgewächse (Cannabaceae). Der Begriff „Cannabis“ bezeichnet dabei sowohl die Pflanze selbst als auch die aus den Pflanzen gewonnenen Rausch- bzw. Arzneimittel.
Cannabisgesetz Eigentlich: Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften. Nach dem am 10. März 2017 in Kraft getretenen Cannabisgesetz dürfen Ärzte Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen und bei fehlenden Therapiealternativen Cannabis-Arzneimittel verordnen.
CBD Siehe: Cannabidiol
Chronisch Langanhaltend
Diabetes mellitus Auch: Zuckerkrankheit. Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine krankhafte Störung des Zuckerstoffwechsels. Der Blutzuckerspiegel ist bei Diabetes-Patienten zeitweise oder ständig erhöht. Dies kann zu verschiedenen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel zu Schäden an den Blutgefäßen oder den Nerven führen.
Dialyse Als Dialyse bezeichnet man ein Blutreinigungsverfahren, das eingesetzt wird, wenn die Funktion der Nieren stark eingeschränkt ist. Mithilfe der Dialyse werden giftige Stoffe aus dem Blut entfernt – eine Aufgabe, die im gesunden Körper die Nieren erfüllen.
Dopamin Dopamin ist ein wichtiger Botenstoffe, der Nachrichten zwischen den Nervenzellen im Gehirn übermittelt.
Dopaminagonisten Eine Gruppe von RLS-Medikamenten, die die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachahmen
Begriffe E-H Bedeutung
Eisenmangel Auch: Sideropenie. Bei einem Eisenmangel fehlt im Körper das wichtige Spurenelement Eisen. Viele wichtige körperliche Vorgänge (Sauerstofftransport, Blutbildung) funktionieren bei Eisenmangel nicht mehr richtig.
Essenziell Wesentlich, hauptsächlich
Ferritin Ferritin ist ein Eisenspeicherstoff. Am Ferritin-Wert im Blut erkennt der Arzt, wie gut die Eisenspeicher im Körper gefüllt sind.
Gen Bezeichnung für eine Informationseinheit in der Erbsubstanz; ein Gen enthält die Grundinformationen für die Entwicklung bestimmter Eigenschaften
Hämoglobin Als Hämoglobin bezeichnet man den roten Blutfarbstoff in den Erythrozyten (roten Blutkörperchen). Im Hämoglobin ist Eisen enthalten, das den Sauerstoff bindet und durch den Körper transportiert.
Begriffe I-L Bedeutung
Idiopathisch Ohne erkennbare Ursache entstanden
Internationale Restless Legs Schweregrad-Skala Bei der Internationale Restless Legs Schweregrad-Skala (abgekürzt: IRLS-Skala) handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem festgestellt wird, wie schwer die RLS-Erkrankung ausgeprägt ist. Die IRLS-Skala umfasst 10 Fragen, die der Patient beantwortet. Entsprechend der erreichten Punktzahl wird dann die Krankheitsschwere festgelegt.
IRLS-Skala Siehe: Internationale Restless Legs Schweregrad-Skala
L-Dopa RLS-Medikament; Vorstufe des Überträgerstoffs Dopamin
L-Dopa-Test Test zur Diagnose eines Restless Legs Syndroms
Levodopa Siehe: L-Dopa
Begriffe M-P Bedeutung
Multimorbidität Das gleichzeitige Auftreten mehrerer Erkrankungen bei einem Patienten
Nervensystem Umfasst alle Nervenzellen des Körpers. Mithilfe des Nervensystems nimmt der Körper Eindrücke aus der Umgebung (Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Fühlen) auf, verarbeitet sie, und löst bestimmte Reaktionen wie z. B. Muskelbewegungen aus.
Neurologe Nervenarzt; Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems
Neurologisch Das Nervensystem betreffend
Neuron Nervenzelle
Niereninsuffizienz Unterfunktion von einer oder beiden Nieren
Opioide Auch: Opiate. Opiode ist ein Sammelbegriff für die stärksten verfügbaren Schmerzmedikamente. Natürliche Opioide sind die aus dem Schlafmohn gewonnenen Inhaltsstoffe Morphin und Codein. Die heute verwendeten Opiod-Schmerzmittel wirken ähnlich, werden aber in der Regel künstlich hergestellt. Opioide blockieren die Schmerzweiterleitung und -Verarbeitung im zentralen Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) und lindern so wirksam starke Schmerzen.
Paradox Widersprüchlich, merkwürdig
Periodic Limb Movements Deutsch: Periodische Bewegungen der Gliedmaßen. Als Periodic Limb Movements (abgekürzt: PLM) bezeichnet man unwillkürliche, sich wiederholende Bewegungen der Beine und/oder Arme, die während des Schlafs oder im Wachzustand auftreten.
PLM Siehe: Periodic Limb Movements
Polysomnografie Auch: Polysomnographie. Bei der Polysomnografie handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren zur Feststellung von Schlafstörungen. Eine polysomnografische Untersuchung liefert unter anderem Informationen über die Schlafdauer, die Schlafqualität und das Verhalten im Schlaf (Körperbewegungen etc.).
Primäres Restless Legs Syndrom Auch: idiopathisches Restless Legs Syndrom. Als primäres Restless Legs Syndrom (RLS) bezeichnet man eine RLS-Erkrankung, bei der keine erkennbare Ursache vorliegt. Das primäre RLS trifft oft familiär gehäuft auf, d. h., mehrere Familienmitglieder sind von der Erkrankung betroffen.
Prognose Vorhersage des wahrscheinlichen Krankheitsverlaufs
Progredient Fortschreitend
Psychisch Seelisch, die Seele betreffend
Psychotherapeut Arzt oder Psychologe, der auf die Diagnose und Behandlung seelischer Beschwerden oder Erkrankungen spezialisiert ist
Begriffe R-Z Bedeutung
Restless Legs Syndrom Das Restless Legs Syndrom (abgekürzt: RLS) kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Erkrankung der unruhigen bzw. ruhelosen Beine. Typische Merkmale der RLS-Erkrankung sind Missempfindungen (Kribbeln, Brennen, etc.) in den Beinen und manchmal auch den Armen, die von einem starken Bewegungsdrang begleitet werden. Häufig treten die Beschwerden vor allem abends und in der Nacht auf, sodass die Betroffenen keine Ruhe finden und tagsüber oft müde und erschöpft sind.
Rigor Muskelsteifheit
RLS Siehe: Restless Legs Syndrom
Schlaflabor In einem Schlaflabor werden das Auftreten und die Ursachen für Schlafstörungen untersucht. Dafür wird der Schlaf während einer oder mehrerer Nächte mithilfe von Aufzeichnungsgeräten überwacht. Ärzte verschiedener Fachrichtungen bewerten anschließend die Untersuchungsergebnisse, um eine Diagnose zu stellen und wirksame Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
Sekundär Als Folge einer anderen Erkrankung entstanden
Sekundäres RLS Auch: symptomatisches Restless Legs Syndrom. Als sekundäres Restless Legs Syndrom (RLS) bezeichnet man eine RLS-Erkrankung, die aufgrund einer anderen Erkrankung (= Grunderkrankung) entsteht. Häufige Auslöser für ein sekundäres RLS sind Eisenmangel oder eine Störung der Nierenfunktion. Wird die Grunderkrankung erfolgreich behandelt, dann klingen oft auch die RLS-Beschwerden ab.
Spastik Auch: Spastizität. Als Spastik bezeichnet man eine krankhafte Erhöhung der Muskelspannung, die durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark) entsteht. Typisch für eine Spastik ist die Verhärtung und Versteifung der Muskulatur von Armen und Beinen, die zu Störungen der Beweglichkeit führen.
Symptome Krankheitszeichen, die von dem Patienten selbst wahrgenommen werden
Syndrom Bezeichnet das gleichzeitige Auftreten bestimmter Symptome, die zusammengenommen charakteristisch für ein bestimmtes Krankheitsbild sind
Tagesmüdigkeit Als Tagesmüdigkeit bezeichnet man eine ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung am Tag, die die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Tagesmüdigkeit kann aufgrund von Erkrankungen, aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.
Tetrahydrocannabinol Auch: Delta-9-Tetrahydrocannabinol. Bei Tetrahydrocannabinol (abgekürzt: THC) handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Cannabis-Pflanze. Tetrahydrocannabinol ist psychoaktiv, d. h., es kann zu einer Veränderung der Wahrnehmung, Stimmung, des Bewusstseins oder des Verhaltens führen.
THC Siehe: Tetrahydrocannabinol
Tremor Zittern
Urämie Auch: Harnvergiftung. Als Urämie bezeichnet man die krankhafte Ansammlung von Stoffen im Blut, die durch den Urin ausgeschieden werden müssen. Eine Urämie tritt auf, wenn die Funktion der Nieren gestört ist.
Urämisch Die Harnvergiftung (Urämie) betreffend
Wirkstoffpflaster Auch: irkstoffhaltige Pflaster, transdermale Pflaster, Transdermalpflaster, transdermale therapeutische Systeme. Bei einem Wirkstoffpflaster handelt es sich um ein Pflaster, das medizinisch wirksame Stoffe enthält. Nach dem Aufkleben werden die medizinisch wirksamen Stoffe nach und nach aus dem Pflaster über die Haut in das Blut abgegeben und im Körper verteilt.