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RLS-Diagnosekriterien: Vier Kriterien für eine sichere Diagnose

Um ein Restless Legs Syndrom sicher diagnostizieren zu können, müssen die vier sogenannten essenziellen Diagnosekriterien erfüllt sein:

  • Bewegungsdrang der Beine, häufig begleitet von oder verursacht durch unangenehme Empfindungen in den Beinen (Kribbeln, Ziehen etc.). Manchmal sind zusätzlich zu den Beinen auch die Arme oder andere Körperregionen betroffen.
  • Der Bewegungsdrang und die unangenehmen Empfindungen treten vor allem während Ruhezeiten oder bei Inaktivität (Sitzen, Liegen) auf oder verschlechtern sich in diesen Situationen.
  • Bewegung wie beispielsweise Aufstehen und Umhergehen führt zu einer Besserung der Beschwerden. Diese Besserung hält wenigstens so lange an, bis sich der Patient wieder in Ruhe befindet. Auch anspruchsvolle geistige Tätigkeiten (Computerarbeit, ein spannender Film) können die Beschwerden lindern.
  • Die Beschwerden sind – zumindest zu Beginn der Erkrankung – am Abend und in der Nacht besonders stark ausgeprägt oder treten ausschließlich zu dieser Zeit auf.

Weitere Kriterien können die Diagnose unterstützen

Neben den Hauptkriterien gibt es einige zusätzliche Kriterien zur Diagnose, mit denen man das Restless Legs Syndrom feststellen kann. Diese Zusatzkriterien müssen jedoch nicht bei jedem Patienten vorhanden sein.

  • Ein oder mehrere Familienmitglieder leiden ebenfalls an RLS.
  • Die Beschwerden lassen bei Einnahme bestimmter Medikamente – sogenannter Dopaminagonisten oder Levodopa – nach (L-Dopa-Test).
  • Beim Patienten treten im Wachzustand oder beim Schlafen periodische Bewegungen der Beine oder Arme (Periodic Limb Movements, PLM) auf.